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5. April 2021

Mobilitätsmanagement in Kitas – ein Einblick

Elterntaxis! Ein Thema, das in den Städten mehr und mehr Spannungen erzeugt und die Frage aufwirft: “Wie können wir das nachhaltig lösen?“. Die Stadt Dortmund ist hier sehr aktiv und untersucht die Einführung eines schulischen Mobilitätsmanagements in Kitas (und Schulen). Die Eltern werden zu Ihrem Mobilitätsverhalten befragt, Schulwege analysiert und Gefahrenstellen identifiziert. Dabei unterstützen wir die Stadt Dortmund und achten darauf, alle Beteiligten in den Prozess zu integrieren und eine konstruktive Kommunikationsbasis zu schaffen.

Die Kinder stehen im Mittelpunkt! Auch wenn das Mobilitätsmanagement für Kitas primär das Mobilitätsverhalten der Eltern abfragt, geht es um das zukünftige Verhalten der Kinder. Wenn Kinder in jungen Jahren lernen, Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, hilft es ihnen, ihre Selbständigkeit und ihr Sozialverhalten zu fördern.

Die Mobilität ist ein wichtiger Baustein im Klimaschutz. Daher sind wir der Meinung, dass die Sensibilisierung bereits im Kindergarten erfolgen und in der Schule weitergeführt werden sollte.

Die Liste der Vorteile ist lang. Warum ist es dennoch so schwierig? Die ersten Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Wege der Eltern bei der Kita nicht aufhören, sondern dass danach weitere Wege (Einkaufen, Arbeit, etc.) zurückgelegt werden müssen. Es hat sich gezeigt, dass die Jahreszeit einen großen Einfluss auf die Verkehrsmittelwahl hat. Niemand möchte im Dauerregen mit zwei Kindern eine lange Strecke mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen (siehe Bild).


Die ersten Ergebnisse unterstreichen das: Im Schnitt fahren um die 50 Prozent der befragten Eltern in mehreren Kitas ihre Kinder mit dem Pkw zur Einrichtung. Besonders im Winter wuchs der Anteil der Nennungen des Pkws als Verkehrsmittel im Vergleich zu den anderen Auswahlmöglichkeiten (ÖPNV, zu Fuß, Fahrrad oder ähnliches, Kinderwagen/Buggy).

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die subjektive Wahrnehmung von „Gefahren- und Problemstellen“ auf dem Weg zur Kita. Eine fehlende Überquerung, eine übersichtliche Stelle oder zu enge Gehwege sind Gründe dafür, dass Eltern sich entscheiden, die Kinder mit dem Pkw in die Kita zu bringen. Diese Stellen zu identifizieren, dokumentieren und im Nachgang zu analysieren ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Mobilitätsmanagements.

Auf die Frage hin, warum nicht auf andere Verkehrsmittel ausgewichen wird, wurden z. B. gefährliche Straßenverhältnisse durch zu schnelles Fahren anderer Verkehrsteilnehmer*innen, schlecht ausgebaute und/oder fehlende Fahrradstreckennetze, Zeitdruck o. ä. genannt.

Gemeinsam mit unserem Partnerbüro „Verkehr mit Köpfchen“ bringen wir allen Beteiligten nachhaltige Mobilitätsoptionen näher und reduzieren das Pkw-Aufkommen vor Kitas.

Unabhängig von den verschiedenen Gründen sehen wir es als wichtig an, die Bildung und die Möglichkeiten der Mobilität in Kitas weiter voranzubringen, um Kindern die Vielfalt und den Spaß, den diese mit sich bringen kann, näherzubringen und den Pkw als Standardverkehrsmittel abzulösen. Die durch die Covid-19-Situation verschobenen Workshops werden daher baldmöglichst nachgeholt und in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten nach Perspektiven gesucht, die Kinder in einem nachhaltigen Mobilitätsverhalten zu unterstützen.

14. April 2021

Das Dienstradleasing ist für kommunale Arbeitnehmer*innen möglich!

Wie geht es für die anderen 3,4 Millionen Arbeitnehmer*innen im öffentlichen Dienst weiter?

Im letzten Jahr haben sich die Vertreter*innen der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände geeinigt, dass das Dienstrad auch für Angestellte im KOMMUNALEN Dienst per Gehaltsumwandlung möglich sein soll. Das betrifft 1,5 von 4,9 Millionen Arbeitnehmer*Innen im öffentlichen Dienst. [1]


Arbeitnehmer*innen im kommunalen Bereich können sich seit Oktober 2020 auf eine neue Alternative für einen Dienstwagen freuen. Durch den neuen Beschluss haben diese jetzt die Möglichkeit, durch eine Gehaltsumwandlung ein Dienstrad zu leasen. Zuvor war dies nur, wie in Tarifverträgen üblich, als Gehaltsextra möglich. Dieser neue Beschluss betrifft die Arbeitnehmer*innen von:

  • Städten, Gemeinden und Landkreisen
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Sparkassen
  • Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe
  • Nahverkehrsbetriebe
  • Flughäfen

Für alle weiteren Arbeitnehmer*innen im öffentlichen Dienst besteht (noch) nicht die Möglichkeit. Damit sind unter anderem Lehrpersonal und Richter*innen nicht in der Lage, durch diese Möglichkeit einen Teil ihres Gehalts für das Leasen eines Fahrrads oder Pedelecs zu nutzen. Allerdings testet ein Projekt in Baden-Württemberg, in welchem weitere Beschäftigte das Dienstrad in Anspruch nehmen dürfen, diese Möglichkeit derzeit erstmalig. Damit lässt sich hoffen, dass auch weitere Angestellte im öffentlichen Dienst bald diese Alternative in Anspruch nehmen können. [2]

Mit dem Dienstradleasing allgemein und seinen Vor- und Nachteilen haben wir uns hier bereits intensiv beschäftigt.

14. April 2021

wertsicht räumt auf!
Dieses Mal: Elektroautos und ihre Reichweite

„Mit einem Elektroauto komme ich nicht ans Ziel“ oder „Der E-Pkw kommt keine 400 km weit“. Die Reichweite ist oft ein Argument, welches gegen den Wechsel von einem herkömmlichen Verbrenner zu einem Fahrzeug mit elektrischem Antrieb genutzt wird. Wenn dieses Argument im Jahr 2015 noch berechtigt war (der BMW i3 hatte eine Reichweite von rund 150 km[1]), erreicht Tesla mit seinen Modellen im Jahr 2020 bereits 600 km Reichweite. Auch der ID4 von Volkswagen hat laut ADAC in der Basisversion eine Reichweite von 350 km. Diese neuen Dimensionen verdanken wir aber nicht der verbesserten Effizienz, sondern größeren Batterien.

In Deutschland legen wir im Schnitt bis zu 30 km täglich mit dem Auto zurück. [2] Diese Strecke lässt sich mit einer Vielzahl an elektrischen Fahrzeugen ohne Probleme bewältigen. Das Argument der geringen Reichweite des E-Pkw bezieht sich daher nicht auf den täglichen Gebrauch, sondern auf die punktuellen Situationen, in welchen das Fahrzeug für längere Strecken genutzt wird. Dennoch lässt sich auch in solchen Situationen ein elektrisch betriebenes Fahrzeug nutzen. Tesla bietet bereits Pkws mit einer Reichweite von bis zu 600 km an und auch der deutsche Hersteller Porsche oder der chinesische Anbieter Kia bieten Modelle an, welche eine ähnliche Reichweite abdecken. Daher würde sich eine Reise, mit vorausgegangener Planung, auch über weitere Distanzen ermöglichen lassen. Für die Planung sind bereits Applikationen und Tools auf dem Markt, welche das sich ausbauende Ladenetz abbilden, um Ladesäulen im Umkreis zu finden.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob das überhaupt den Kern der Aussage trifft. Hinter der Behauptung zur geringen Reichweite kann auch die Aussage zur geringen Effizienz der Batterie in einem E-Pkw stecken. Die Reichweite des Pkw berechnet sich aus der Kapazität der Batterie geteilt durch die verbrauchten kWh/km. Damit existieren zwei Ansätze, die Reichweite eines E-Pkws zu erweitern. In dem derzeit genutzten Verfahren werden die Pkw mit größeren Batterien mit höheren Kapazitäten ausgestattet und damit die Reichweite erhöht. Eine andere Möglichkeit die Reichweite zu verlängern, welche für die Umwelt von größerem Vorteil wäre, ist es, die Effizienz zu erhöhen, indem man den Verbrauch (die benötigten kWh/km) verringert.

Der Verbrauch kann sowohl durch technische Verbesserung der Batterie oder aber durch andere Faktoren wie Gewicht, Reifendruck, Temperatur und Fahrweise beeinflusst werden. Die herstellenden Unternehmen sind hier vor allem in den technischen Verbesserungen in der Verantwortung, aber auch eine leichtere Batterie oder ein leichteres Auto kann zu einem geringeren Verbrauch führen. Als Beispiel verbraucht der „VW e-up! Style“ 16,7 kWh/100 km während der „Tesla Model X 100D“ 24 kWh für 100 km benötigt. In der Reichweite hat das Model von Tesla hier mehr km anzubieten, allerdings zeigen die Werte im Verbrauch, dass dies nicht mit einer höheren Effizienz, sondern mit der größeren Kapazität zu erklären ist. [3]

Im Abschluss lässt sich hier die Frage stellen, ob wir bei einer täglichen Route von um die 30 km ein Fahrzeug mit bis zu 600 km Reichweite benötigen, oder ob wir die eher seltenen langen Strecken nicht auf andere Art und Weise zurücklegen können.


14. April 2021

Mobilitätskonzeption jetzt bundesweit gefördert!

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert jetzt neben kommunalen Mobilitätskonzepten zur Elektromobilität auch Konzepte von Unternehmen und juristischen Personen des öffentlichen sowie des privaten Rechts. Für kommunale Eigenbetriebe sind die jeweiligen Kommunen antragsberechtigt. Die Förderung läuft bis zum 17.05.2021!

Das Elektromobilität als Thema der Zukunft und einer der Lösungsbausteine zur Mobilitätswende gesehen wird, war im letzten Jahr nicht nur an den steigenden Zahlen an Neuzulassungen für Elektroautos zu erkennen, sondern auch durch die verschiedenen Förderungen auf Bund- und Länderebene. [1] Eine dieser Förderungen, welche bis jetzt auf Länderebene zu finden war und sich damit für die verschiedenen Unternehmen stark unterschieden hat, ist die Förderung für betriebliche Elektromobilitätskonzepte. Seit dem 09.03.2021 bietet nun allerdings auch der Bund durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Förderung zum kommunalen und betrieblichen Ausbau der Elektromobilität an.

Inhalt der Förderung ist die Erstellung eines Elektromobilitätskonzeptes, welches mindestens einen von vier Schwerpunkten abdeckt:

  • Elektrifizierung von kommunalen Fahrzeugflotten und Fuhrparks mit entsprechenden Ladeinfrastrukturkonzepten
  • Elektrifizierung von gewerblichen Fahrzeugflotten und Fuhrparks mit entsprechenden Ladeinfrastrukturkonzepten
  • Erstellung von kommunalen und regionalen öffentlichen Ladeinfrastrukturkonzepten
  • Schrittweise Integration kommunaler bzw. gewerblicher E-Fahrzeuge in intermodale Verkehrs- und Logistikkonzepte und Mobilitätsdienstleistungen

Die Schwerpunkte 1 und 2 decken hierbei die Konzepte für das Elektrifizieren von kommunaler und betrieblicher Mobilität im eigenen Fuhrpark mit einer korrespondierenden Ladesäulen- und Strominfrastruktur ab (Förderfähig sind nur solche Elektromobilitätskonzepte welche auch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien beinhalten). Die Förderschwerpunkte 3 und 4 adressieren spezifische Ziel- und Projektgruppen, wie die kommunale Stadt- und Verkehrsplanung, Mobilitätsnetzwerke sowie Logistik- und Lieferdienste.

Das Vorgehen zur Erstellung eines Mobilitätskonzeptes beinhaltet verschiedene Schritte. Nach der Datenerfassung und Analyse der Ausgangssituation erfolgt die Identifikation von Möglichkeiten und Bedarfen. Daraus resultierend wird ein Maßnahmenplan entwickelt. Das Konzept deckt ebenfalls den Umsetzungsplan ab. Final empfehlen wir die langfristige Integration des Themas (Elektro-) Mobilität in den Betrieben ebenfalls mitzubetrachten.

Die Analyse, sowie die Identifikation und Umsetzung der Maßnahmen sind Vorgaben der Förderung. [2]

Link zum Förderaufruf: https://www.ptj.de/lw_resource/datapool/systemfiles/cbox/5661/live/lw_bekdoc/foerderaufruf_bmvi_elektromobilitaetskonzepte_202103.pdf

14. April 2021

Der Aufbau von Ladestationen an attraktiven Zielorten – BMVI fördert Ladepunkte mit bis zu 80 %

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat eine weitere Förderung für E-Mobilität in Deutschland beschlossen. Hier werden KMUs mit bis zu 80 % der Kosten einer Ladesäule unterstützt, welche diese öffentlich zugänglich aufstellen. Dadurch soll die Abdeckung durch Ladepunkte gerade dort gefördert werden, wo die meisten Nutzer*innen zusammentreffen, wie beispielsweise Schwimmbäder, Hotels oder Gaststätten.

Im Rahmen einer neuen Förderung von April bis Dezember 2021 will das BMVI den Ausbau der öffentlich-zugänglichen Ladesäuleninfrastruktur in Deutschland und gerade auch im ländlichen Raum weiter unterstützen. Mit einem geplanten Budget von 300 Millionen Euro und einer Förderquote von bis zu 80 % sollen dabei gerade kleine und mittelständische Unternehmen bei der Anschaffung und dem Aufstellen eines Ladepunktes unterstützt werden, um potenzielle Nutzer*innen dort abzuholen, wo diese regelmäßig verkehren. Durch den Fokus auf attraktive Zielorte, wie beispielsweise Schwimmbäder, Hotels, Gastronomie und weitere, wird außerdem die Sichtbarkeit der Ladesäulen gefördert, da diese aus den Industriegebieten, Tankstellen und Supermärkten in die Städte und Kommunen getragen werden.

Details der Förderung:

  • De-minimis-Beihilfe
  • Förderung für KMUs (auch kommunale Unternehmen) nach EU-Definition,
  • Keine Überschreitung des maximalen Fördergesamtbetrags von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre
  • Kombination der Förderung mit Pufferspeicher ist möglich



Für weitere Details kontaktieren Sie direkt unseren Produktmanager für Mobilität:
Adem Aslan // aslan@wertsicht.de // +49 (0) 241 60836661

Link zum Förderaufruf: https://www.bav.bund.de/DE/4_Foerderprogramme/6_Foerderung_Ladeinfrastruktur/Foerderung_Ladeinfrastruktur_node.html

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